Wenn die erste Liebe …

… sich aufgrund eines Artikels wieder meldet, macht mein Beruf besonders viel Freude.

Aber von Anfang an: Für einen Auftrag der SchreinerZeitung porträtierte ich den Berg- und Orchideenmaler Toni Weishaupt im vergangenen Sommer. Als Wandermaler machte er gerade Station in Soglio im Bergell, wo es ihm so gut gefiel wie nirgends zuvor. Der Appenzeller erzählte also aus seinem Leben und erwähnte seine erste Liebe Dorli, die er als junger Berufsmann in Pontresina kennengelernt hatte und die verantwortlich war für einen regelrechten Malrausch, bei dem die Farbe Rot eine entscheidende Rolle spielte. Aber dann zog Toni zurück nachAppenzell, Dorli blieb im Engadin.

 

Toni Weishaupt in seinem Atelier auf Zeit in Soglio: Er importiert schon mal eine Giacometti-Figur in seine Bergbilder – so viel künstlerische Freiheit muss sein.

Es gab einen Liebesbrief, einen Besuch, und dann nahm die erste Liebe ein Ende, zu gross wurde die Distanz zwischen dem Alpstein und den Engadiner Bergen. Die Jahre zogen ins Land, Toni und Dorli hatten sich längst aus den Augen verloren, sie lebten ihr Leben, hörten nichts voneinander, 45 Jahre lang.

Aber dann. Dann publizierte  die Engadiner Post den Artikel, weil Toni seine Bilder in Vicosoprano ausstellte. Dorli wurde von allen Seiten angesprochen: „He, du bist in der Zeitung! Das ist doch der Toni von damals!“ – Dorli rieb sich die Augen. Tatsächlich. Der Toni von damals. Sie fand seine Nummer heraus, rief ihn an. Zum ersten Mal nach 45 Jahren hörten sie einander wieder. Sie verabredeten sich zum Mittagessen. Es dauerte geschlagene fünf Stunden, so viel hatten sie sich zu erzählen. Und Toni brachte ihr den Liebesbrief mit, den sie ihm einst ins ferne Appenzell geschickt hatte. Zwar werden beide bleiben, wo sie sind: Dorli im Engadin, Toni in Appenzell. Aber sicher ist: Bis zum nächsten Treffen sollen nicht mehr 45 Jahre vergehen…

In Soglio ging Tonis Herzenswunsch in Erfüllung: Er malte den Palazzo von Salis naturgetreu und pflanzte kurzerhand Segantini ins Bild.

Hier gehts zum Artikel der Engadiner Post:
28742_086_2017-07-25

https://www.kindermuseum.ch/aktuell/weihnachtsausstellung-vom-18-november-2017-bis-6-januar-2018/

Wie feiern eigentlich die Finnen Weihnachten?
Das erfährt man gerade im Kindermuseum Baden.

Und das Beste: Man kann gleich ein wenig mitfeiern und -fiebern.

Denn wenn es um den Weihnachtsmann geht, sind die Finnen Profis.
Schliesslich wohnt er bei ihnen. Genauer: in Finnisch Lappland am Polarkreis, in der Nähe von Rovaniemi.

https://www.kindermuseum.ch/aktuell/weihnachtsausstellung-vom-18-november-2017-bis-6-januar-2018/

#ForzaBregaglia

Am 23. August kam er, der Berg. Donnerte ins Tal, traf mit Wucht auf Bondo; auf Häuser und die Verbindungsstrasse zwischen Chiavenna und Maloja, begrub Wanderer unter sich. Mehrere 100 000 Kubikmeter Masse hatten sich vom Pizzo Cengalo gelöst, das Geröll bahnte sich den Weg hinunter nach Bondo und hinterliess eine Schneise der Verwüstung.

Seither ist nichts mehr wie zuvor im Bergell – oder doch? Die Menschen im verwunschenen Südbündner Tal packten an, räumten auf, blickten nach vorne und wünschten sich, dass die Touristen zurückkämen. Weil jeder Besuch zählt, mehr denn je.

 

Mystisch und Inspiration für viele namhafte Maler und Künstler: Soglio im Bergell.

Wandern im Bergell ist bedenkenlos möglich – abgesehen von einigen wenigen Wegen. Der Panoramawanderweg ist nicht betroffen.

 

 

Dafür starteten sie die Aktion#ForzaBregaglia: Auf Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram wurden alle eingeladen, Bilder unter diesem Hashtag zu posten. Das Echo war gross. Profis und Amateure zeigten die Schönheit des Bergells unter der Devise „Jetzt erst recht“. Denn das Tal ist sicher, der Verkehr funktioniert, das Postauto verkehrt, und inzwischen konnten auch die Bewohner der roten Zone in ihre Häuser zurückkehren.

 

Soglio, die „Schwelle zum Paradies“, auf der Sonnenterrasse gegenüber von Bondo gelegen.

Aus den Bildern ein Fotobuch entstanden mit über 180 Aufnahmen – was heisst hier Aufnahmen, Liebeserklärungen sind es. Vom Kaufpreis (25 Franken) gehen 10 Franken an die Gemeinde Bregaglia. Möglich machte das die Druckerei Crüzer in Stampa.

Blutroter Himmelsteppich, aufgenommen in Soglio.

 

Ich war einen guten Monat vor dem Felssturz und einen Monat danach in Soglio.
Natürlich beteiligte ich mich mit meinen Bildern am Projekt.
Jetzt sind sie im Buch zu sehen, und es ist grossartig, hier mitzuwirken.

Blick auf Bondo, Anfang Oktober 2017.

Alles Gute, liebes Bergell.
Und: Forza, Bregaglia!

Mehr Infos und Buchshop:
http://www.bregaglia.ch/de/forzabregaglia

Auf zu den Wikingern!

Sie brachten Angst und Schrecken, aber auch Handwerk und Handel: Vor rund 1200 Jahren haben die berüchtigten Seefahrer zufällig die schottischen Inselgruppen Orkney und Shetland entdeckt und alsbald übernommen. 700 Jahre dauerte ihre Herrschaft auf den sanften Inseln mit den steilen Klippen. Was ist geblieben? Welche Spuren haben die kühnen Nordmänner hinterlassen? Darum geht es in meiner Reportage „Die Inseln der Wikinger“. Sie zeigt, weshalb sich die Insulaner so gar nicht schottisch fühlen. „Wir sind Wikinger!“, sagen sie unisono. Kommen Sie mit an den nördlichsten Punkt Grossbritanniens mit seinem herben Charme und liebenswerten Menschen. Jetzt online im Nordland, dem Reisemagazin von Kontiki.
http://www.nordland-magazin.ch

silberfeder.ch auf Instagram

Reisesehnsucht und gerade keine Zeit? Dann lade ich Sie ein zu einer Bilderreise.
Mein Instagram-Account bietet von Alpenblumen über wilde Wetterkapriolen in Schottland bis zur Terrazza in Sizilien (fast) alles, was das Reiseherz begehrt.

Willkommen! https://www.instagram.com/franziska_hidber/

Ahoi, Hamburg!

Fotos, Reportagen und mehr von silberfeder.ch gibts regelmässig auf dem mittwochs.ch-Blog.
silberfeder.ch ist dort Teil eines schreib- und fotografierfreudigen Quartetts, das Reise- und Ausflugtipps gerne weitergibt. Wir publizieren auch Ihren Tipp oder Ihre Postkarte aus den Ferien. Reinschauen lohnt sich! www.mittwochs.ch

 

So schön kann ein Liebesbrief sein

Ja, silberfeder.ch textet auch Liebesbriefe.
Nein, nicht immer ist der Adressat ein Mann.
Nicht immer ist die Empfängerin eine Frau.
Diesmal zum Beispiel… – doch lesen Sie selbst. (Einfach blättern bis Seite 60 und dann – Amore!)

http://valtech.ipapercms.dk/Kuoni/KuoniCH/kontiki/german/FruehbucherWinter/

Ankomst!

So, jetzt ist es hier: Velkommen, neues Nordland-Magazin. Es nimmt Sie mit zu den schönsten Plätzen und Geschichten im Norden.
Ob Sie lieber in Schweden Fika machen, die Juwelen des Nordmeers erobern oder mit mir auf die Hurtigruten kommen – ich wünsch eine gute Reise im Kopf. Und ja, diesmal kommt das Coverbild aus meiner Kamera:-)

Die ganze Ausgabe gibts bequem online hier:

Sie wollen lieber „richtig blättern“: Einfach ein kostenloses Abo bestellen: info@kontiki.ch

Hurtigruten ahoi

Von Tromsø (70. Breitengrad) mit dem norwegischen Postschiff bis nach Kirkenes an der russischen Grenze und wieder zurück – davon handelt meine nächste Reportage für das nordland-magazin.ch. Konkreter: Von Wind und Wellen, wunderbaren Lichtstimmungen, einer Geburt an Bord, einer Nacht im Schneehotel und einer rasanten Fahrt im Schlauchboot mit überraschendem Besuch von Norwegens Tierwelt. Es geht um eine Woche, so erlebnisreich wie ein Jahr. Um Tage zwischen magischem Licht und schwarzer See. Nachzulesen ab Anfang April, fürs Erste hier ein Stimmungsbild von der Reling. (Hurtigrutenreisen für jeden Geschmack und jedes Budget gibt es übrigens bei Kontiki, der Nummer 1 für den Norden in der Schweiz: www.kontiki.ch)