Hier sehen Sie Renate Oertig und Dash – die beiden haben die Schweizermeisterschaft 2018 für Lawinenhunde gewonnen! Nun lebt das erfolgreiche Team im
St. Galler Flachland und nicht etwa in den Bergen. Deshalb ist und bleibt „Lawinele“ für die zwei ein Hundesport. Doch wer weiss – kämen sie zufällig an den Ort einer Erschüttung, könnte Dash durchaus Leben retten. Der Labrador zieht auch ertrinkende Menschen aus dem Wasser.

Für das Magazin „active live“ habe ich das sympathische Gespann porträtiert und dabei festgestellt: Wenn Dash „frei“ hat, wälzt er sich wie jeder andere Hund ausgiebig im Gras oder spielt mit seinem Plüschhuhn.

Und Renate Oertig, seine Besitzerin, erzählte frank und frei, wie sie einst mit „Labis“ gar nichts anfangen konnte. Sie fand sie „nicht einmal schön“. Tja. Das hat sich natürlich in Zwischenzeit geändert. Übrigens: Renate Oertig wird demnächst auf der Plattform www.100frauen.ch meiner Kollegin Fatima Vidal vorgestellt.

Normalerweise läuft es so: Wenn Sie zu Besuch gehen, bringen Sie Blumen mit.

Bei silberfeder.ch läuft es umgekehrt: Sie kommen zu Besuch (na gut, virtuell) und erhalten Blumen (na gut, elektronisch).

Aber immerhin!

Pflücken Sie, was immer Sie mögen.

(Das hier sind übrigens meine Hausaufgaben für die Fotoschule. Aber das Schöne an elektronischen Blumen ist ja, dass man sie mehrmals pflücken kann. Und dafür nicht mal einen grünen Daumen braucht.)

An dieser Stelle ein Outing: Ich bringe es kaum je übers Herz, am Walensee vorbeizufahren. Kurz vor Murg klaue ich einige Minuten zusammen und biege ab. Sind reichlich Minuten vorhanden, setze ich mich auf einen Cappuccino auf die Terrasse der Sagibeiz, was ich nur empfehlen kann. Ansonsten geht es im Stechschritt Richtung See, zuerst zur Anlagestelle Murg Ost, dann am Strandbad vorbei nach Murg West. (Wichtige Destinationen haben mindestens zwei Häfen, so ist das nun mal.)

Mit etwas Glück fährt dann die „Alvier“ vorbei. Früher hiess sie „Quinten“, und ich liebte sie damals schon.

 

Und noch ein Outing: Mit dem schönen alten Holzschiff war ich schon auf Kindergartenreise. Deshalb ist jedes unserer Wiedersehen geprägt von einem Hauch Nostalgie. Die „Alvier“ mag also nicht mehr die Jüngste sein, aber glauben Sie mir: Sie ist topfit. Und falls Sie auch ohne Erinnerungen an eine Kindergartenreise vor vielen Jahren Lust auf einen Ausflug mit nostalgischem Charakter haben: Gönnen Sie sich ein Fährtli mit der „Alvier“.

PS: Nein, dieser Beitrag ist nicht gesponsert.
PS2: Gehen Sie einfach trotzdem in die Sagibeiz! http://www.sagibeiz.ch

 

1. Mai! In Finnland feiert man da Vappu, das grosse Frühlingsfest. Typisch: Alle strömen nach draussen und veranstalten ein Picknick.
Also das ist wenigstens der Plan. Dass dieser manchmal seine Tücken hat, zeigt dieses Bild.
Übrigens: „Sisu“ ist das „Hygge“ der Finnen – es steht für eine entspannte Lebensweise. (Trotz Schneesturm an Vappu.)

Und allzu schadenfreudig sollten wir hier nicht werden, zumindest im Osten der Schweiz riecht es heute ganz leicht nach Schnee.
Was immer Sie also heute vorhaben: Hyvää Vappua! (Das Frühlingsfest heisst Vappu. Aber im Finnischen gibt es 18! Fälle, und je nach Fall wird das Nomen angepasst. Ein bisschen Mitleid mit den finnischen Schulkindern ist also durchaus angebracht!)

 

Wenn ich für die SchreinerZeitung in die Tasten greife, dann jeweils für die Rubrik „Persönlich“. Dafür brauche ich weder zwei rechte Hände noch Schreiner-Fachwissen – zum Glück. Denn mich lässt man besser nicht an eine Hobelbank, geschweige denn an die Bandsäge. Ab und an schreibe ich auch über wirtschaftliche Themen. Diesmal aber lautete der Auftrag der Redaktion anders, nämlich: Gefragt war ein Artikel über die Wettbewerbsarbeit von David Zäch – gerne mit technischen Details.

Der junge Ostschweizer hat – ursprünglich für seine Vertiefungsarbeit an der Berufsschule – die Hobelbank neu interpretiert, mehr noch: revolutioniert. Er machte daraus ein multifunktionales Instrument, vielseitig nutzbar für Profis und Amateurs.
Mit seiner Erfindung hat er es ohne Auflagen an den nationalen Wettbewerb „Schweizer Jugend forscht“ geschafft. Dort präsentierte er an diesem Wochenende „seine“ Hobelbank einem grossen Publikum. Damit zählt der 21-jährige Schreiner, der aktuell die RS absolviert, zu den talentiertesten Jungforschern der Schweiz.

Herzliche Gratulation, David!

PS: Und ich weiss jetzt Bescheid über Spannvorrichtungen, Winkelmesser, Kehlmaschinen und Frästische!

 

 

 

Zum Artikel gehts hier:
1520_Betriebseinrichtungen_Hobelbank

… sich aufgrund eines Artikels wieder meldet, macht mein Beruf besonders viel Freude.

Aber von Anfang an: Für einen Auftrag der SchreinerZeitung porträtierte ich den Berg- und Orchideenmaler Toni Weishaupt im vergangenen Sommer. Als Wandermaler machte er gerade Station in Soglio im Bergell, wo es ihm so gut gefiel wie nirgends zuvor. Der Appenzeller erzählte also aus seinem Leben und erwähnte seine erste Liebe Dorli, die er als junger Berufsmann in Pontresina kennengelernt hatte und die verantwortlich war für einen regelrechten Malrausch, bei dem die Farbe Rot eine entscheidende Rolle spielte. Aber dann zog Toni zurück nachAppenzell, Dorli blieb im Engadin.

 

Toni Weishaupt in seinem Atelier auf Zeit in Soglio: Er importiert schon mal eine Giacometti-Figur in seine Bergbilder – so viel künstlerische Freiheit muss sein.

Es gab einen Liebesbrief, einen Besuch, und dann nahm die erste Liebe ein Ende, zu gross wurde die Distanz zwischen dem Alpstein und den Engadiner Bergen. Die Jahre zogen ins Land, Toni und Dorli hatten sich längst aus den Augen verloren, sie lebten ihr Leben, hörten nichts voneinander, 45 Jahre lang.

Aber dann. Dann publizierte  die Engadiner Post den Artikel, weil Toni seine Bilder in Vicosoprano ausstellte. Dorli wurde von allen Seiten angesprochen: „He, du bist in der Zeitung! Das ist doch der Toni von damals!“ – Dorli rieb sich die Augen. Tatsächlich. Der Toni von damals. Sie fand seine Nummer heraus, rief ihn an. Zum ersten Mal nach 45 Jahren hörten sie einander wieder. Sie verabredeten sich zum Mittagessen. Es dauerte geschlagene fünf Stunden, so viel hatten sie sich zu erzählen. Und Toni brachte ihr den Liebesbrief mit, den sie ihm einst ins ferne Appenzell geschickt hatte. Zwar werden beide bleiben, wo sie sind: Dorli im Engadin, Toni in Appenzell. Aber sicher ist: Bis zum nächsten Treffen sollen nicht mehr 45 Jahre vergehen…

In Soglio ging Tonis Herzenswunsch in Erfüllung: Er malte den Palazzo von Salis naturgetreu und pflanzte kurzerhand Segantini ins Bild.

Hier gehts zum Artikel der Engadiner Post:
28742_086_2017-07-25

Reisesehnsucht und gerade keine Zeit? Dann lade ich Sie ein zu einer Bilderreise.
Mein Instagram-Account bietet von Alpenblumen über wilde Wetterkapriolen in Schottland bis zur Terrazza in Sizilien (fast) alles, was das Reiseherz begehrt.

Willkommen! https://www.instagram.com/franziska_hidber/

Fotos, Reportagen und mehr von silberfeder.ch gibts regelmässig auf dem mittwochs.ch-Blog.
silberfeder.ch ist dort Teil eines schreib- und fotografierfreudigen Quartetts, das Reise- und Ausflugtipps gerne weitergibt. Wir publizieren auch Ihren Tipp oder Ihre Postkarte aus den Ferien. Reinschauen lohnt sich! www.mittwochs.ch

 

Ein Vintage-Wohnwagen aus der DDR als Theaterbühne? Dass das geht, zeigt aktuell „Rosis Wirbelwind“. Das wohl kultigste, kleinste und schrägste Theater der Welt ist gerade auf Tournee. Bald in Zürich und danach in St. Gallen und Altstätten kriegt man in einer sehr persönlichen Atmosphäre (das Publikum besteht aus maximal sechs Leuten!) Kleinkunst vom Feinsten geboten. Alles im Retro-Look. Zwischen und nach den vier Vorführungen gibts Akkordeonklänge, Wein, Punsch und eine Wurst vom Feuer. Fürs Migros-Magazin war ich an der Vorpremiere und kann sagen: Kleiner und feiner geht nicht mehr.

http://www.migrosmagazin.ch/menschen/reportage/artikel/theater-auf-raedern